Ein Roman. Ein Manifest. Eine Gleichung.

Das Geld stirbt.
Die Materie bleibt.

Zwei Bücher über den Zusammenbruch einer Zivilisation, die den Unterschied zwischen Wert und Preis vergessen hat — die Chronik und die Theorie, die Erzählung und die Rechnung.

Anmerkung des Autors

Zwei Stimmen. Dieselbe Welt.

Unter meinem Namen erscheint der Roman. Unter einem Pseudonym — Kian Sobek — das Sachbuch. Dass beide denselben Verfasser haben, ist kein Geheimnis, sondern ein Verfahren. Zwei Register. Zwei Tonlagen. Ein Gegenstand.

Fundament erzählt die zehn Tage, in denen das globale Finanzsystem zerfällt. Es beginnt in Berlin, an einem Novemberabend, an einer Bushaltestelle, deren Display keine Fahrpläne mehr zeigt. Es endet zehn Tage später, unter Schnee, unter Ruinen, unter Leichen — und mit dem ersten Satz einer neuen Ordnung, die auf Kalorie, Watt und Patrone gründet statt auf Zins, Schuld und Versprechen.

Das Gesetz der Materie ist die Blaupause, die in diesem Roman entsteht — in Reinform, ohne Handlung, ohne Figuren, ohne Blut. Eine Abhandlung über die Besteuerung des Endlichen, über die Ökonomie der Kalorie, über die Frage, warum ein Steuersystem, das die Arbeit bestraft und die Materie verschont, logisch zur eigenen Entkernung führen muss.

Wer den Roman gelesen hat, kennt die Welt.
Wer das Sachbuch liest, versteht die Gleichung. Aus dem Nachwort von Fundament

Lesen Sie in beliebiger Reihenfolge. Sie werden dasselbe finden — einmal als Fleisch, einmal als Knochen.

Cover: Fundament — Band 1 von Stephan Rakoon
Band I
der Fünf
— Der Roman —

Fundament

Band I aus Die grüne Festung · Die Chronik des Zusammenbruchs.

Von Stephan Rakoon

Berlin, 15. November 2029. Der Regen fällt nicht mehr vom Himmel — er schält sich aus der Atmosphäre wie ein chemisches Kondensat. Kian Sobek, neunundzwanzig Jahre alt, Steuerprüfer im Finanzministerium, wartet an einer Haltestelle, deren Display keine Fahrpläne mehr zeigt. Er weiß noch nicht, dass er in diesen zehn Tagen zum Architekten einer neuen Ordnung werden wird. Er weiß nur: Das Fundament bröckelt.

Parallel: Wei Chen exekutiert 630 Millionen Social-Score-Punkte in China. Jen wird in den Glastürmen des Silicon Valley eingesperrt. Mateo befreit das Wasser in der Atacama. Ein zwölfjähriger Junge namens Lysander sieht zu, wie sein Vater hingerichtet wird, und beginnt im Bunker, einen goldenen Roboter zu reparieren — mit Leiterbahnen aus eingeschmolzenen Goldmünzen.

Ein Roman über die Geburt einer Diktatur der Physik aus dem Tod des Kapitals. Langsam, dicht, unbarmherzig. In der Tradition einer europäischen Literatur, die das Ende nicht spektakulär erzählt, sondern präzise.

Umfang
113.000 Wörter
Struktur
24 Kapitel + Epilog
Erzählte Zeit
15. – 25. Nov. 2029
Erscheinung
2026
Erscheint demnächst Leseprobe lesen
Leseprobe — Kapitel 1 „Der Überflüssige"

„Er war ein Regen, der nicht reinigte.
Er erstickte."

Der Regen über Berlin fiel nicht einfach vom Himmel; er materialisierte sich aus der Atmosphäre wie ein chemisches Kondensat. Es war kein Wetterereignis mehr, sondern eine Ausscheidung. Die Flüssigkeit, die sich aus den tiefhängenden, bleiernen Wolken schälte, war eine ölige, graue Brühe, die sich auf die Stadt legte wie ein nasses Leichentuch, das schon zu viele Körper bedeckt hatte.

Er brach das Neonlicht der wenigen noch funktionierenden Reklametafeln in schmierige Pfützen und drückte den Ruß der sterbenden Industrie zurück auf den Asphalt, von dem er aufgestiegen war. Wer ihn auf der Haut spürte, empfand keine Kühle, sondern ein leichtes, juckendes Brennen, als würde der Himmel versuchen, die Stadt langsam, Schicht für Schicht, wegzuätzen.

Kian Sobek stand an der Haltestelle Turmstraße und wartete auf den Bus. Die Haltestelle war einmal ein Designobjekt gewesen — geschwungenes Glas, integrierte Solarmodule, ein Display, das die Abfahrtszeiten in beruhigendem Blau anzeigte. Jetzt fehlte eine der Scheiben, ersetzt durch ein Brett aus Pressspan, das jemand mit Kabelbindern befestigt hatte. Das Display funktionierte noch, aber es zeigte längst keine Fahrpläne mehr.

Cover: Das Gesetz der Materie von Kian Sobek
Sach-
buch
— Das Sachbuch —

Das Gesetz
der Materie

Warum wir nicht den Menschen besteuern sollten — sondern die Materie.

Von Kian Sobek  ·  (Pseudonym von Stephan Rakoon)

Die Diagnose ist unbequem. Das bestehende Steuersystem bestraft das Knappe — menschliche Arbeit — und verschont das Endliche: die Materie. Es besteuert die Stunde des Pflegers und erlässt dem Rohstoff seine ökologischen Kosten. Es ist, schreibt der Autor, ein Perpetuum Mobile des Spätkapitalismus: eine Maschine, die uns reich machen sollte und die uns in den Ruin treibt.

Die Blaupause ist radikal. Null Einkommensteuer. Null Sozialabgaben. Stattdessen sechzig Prozent Steuer auf alles, was aus der Erde kommt. Ein Roboter-Einkommen für jeden Bürger. Drei Säulen staatlicher Verantwortung: Sicherheit, Justiz, Energie. Und die Gläserne Rechnung, die an jeder Kasse zeigt, was die Physik von uns verlangt — und was sie uns erlässt.

Siebzehn Kapitel, ein Epilog, ein Anhang voller Modellrechnungen. Kein ideologisches Traktat, sondern eine Arithmetik — geschrieben von einem Menschen, der keine Ökonom ist und der die Grenzen seines Wissens kennt. „Prüfen Sie. Rechnen Sie nach. Widersprechen Sie. Die einzige Sünde ist, nicht hinzuschauen."

Kapitel
17 + Anhang
Genre
Ökonomie · Zukunft
Format
Taschenbuch
Status
Erschienen 2026

Die siebzehn Kapitel eines anderen Systems.

Von der Diagnose des bestehenden Perpetuum Mobile bis zum Sieben-Jahres-Plan des Übergangs. Eine Landkarte der Argumente, in der Reihenfolge, in der sie sich selbst tragen müssen.

  1. I.Das Perpetuum Mobile des Spätkapitalismus
  2. II.Die Steuer auf das Lebendige
  3. III.Die Abo-Falle
  4. IV.Der Energiekolonialismus
  5. V.Die Goldene Regel
  6. VI.Der eiserne Ernährer
  7. VII.Das Energiekontingent
  8. VIII.Die Sicherheitsarchitektur
  9. IX.Der schlanke Staat
  10. X.Die ökologische Gleichung
  11. XI.Die Sinnkrise
  12. XII.Die drei Welten — Geopolitik
  13. XIII.Die religiöse Frage
  14. XIV.Die neuen Klassen
  15. XV.Der Übergang — Sieben-Jahres-Plan
  16. XVI.Die Gegner
  17. XVII.Was ich nicht weiß
Die Reihe · 2029 — 2067

Die grüne Festung

Fünf Bände, die gemeinsam die Chronik einer Welt erzählen. Band I legt das Fundament — was daraufsteht, bleibt bis zur Veröffentlichung den kommenden Bänden vorbehalten.

2029
Band I
Fundament
Der Crash. Zehn Tage, die das Geld auslöschen.
· Demnächst ·
2030–35
Band II
Umbruch
Folgt.
· Unter Verschluss ·
2045
Band III
Glanz
Folgt.
· Unter Verschluss ·
2060
Band IV
Rost
Folgt.
· Unter Verschluss ·
2060–85
Band V
Asche
Folgt.
· Unter Verschluss ·
Porträt Stephan Rakoon
— Der Autor —

Stephan Rakoon

publiziert auch als Kian Sobek

Stephan Rakoon schreibt über den schleichenden Zerfall einer Welt, die ihre eigenen Grundlagen vergessen hat — und darüber, was an ihre Stelle treten könnte. Sein Werk bewegt sich zwischen literarischer Prosa und ökonomischer Theorie, zwischen der Geste der Erzählung und der Strenge der Rechnung.

Unter seinem Namen erscheint die Reihe Die grüne Festung — beginnend mit Fundament. Unter dem Pseudonym Kian Sobek — zugleich der Name des Protagonisten seines Romans — veröffentlicht er das theoretische Werk, das dem Roman sein intellektuelles Rückgrat gibt: Das Gesetz der Materie.

Das Verfahren ist bewusst. Was im Roman als blutiger Konflikt zwischen Menschen erscheint, erscheint im Sachbuch als Gleichung. Was dort als Formel steht, wird hier zum Körper, zum Schnee, zum Preis, den nur die Figuren zahlen müssen. Zwei Stimmen für denselben Gegenstand — weil ein Gegenstand dieser Größe von einer Stimme allein nicht getragen werden kann.

Ein Aufruf

Prüfen Sie.
Rechnen Sie nach.
Widersprechen Sie.

Diese Bücher sind kein Monolog. Sie sind der Anfang eines Gesprächs — und jedes Gespräch, das seinen Namen verdient, braucht mehr als eine Stimme.

Wer eine These zerlegen, eine Rechnung nachprüfen oder eine Szene vertiefen möchte; wer eine Frage hat, einen Widerspruch, einen Hinweis oder einen Einwand — der Autor ist erreichbar. Diskussionen über die Materie-Steuer, das Energiekontingent, die Figuren der Grünen Festung oder die Voraussetzungen einer Ressourcen-Diktatur sind ausdrücklich erwünscht.

Den Autor ansprechen @stephanrakoon